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Çiftlik Bank: Mehr als 45.000 Jahre Haft für Ponzi-System-Betrüger

Çiftlik Bank: Mehr als 45.000 Jahre Haft für Ponzi-System-Betrüger

CoinciergeCoincierge2025/02/14 03:55
Von:Katrin Sonja Gröh
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Der Erfinder einer – als Ponzi-System eingestuften – Gaming-App ist nun zu mehreren lebenslangen Haftstrafen verurteilt worden.

Türkei: mehr als 45.000 Jahre Haft für Ponzi-System-Betrüger

Mehmet Aydın, der Erfinder und Gründer der mobilen Game-App Çiftlik Bank („Farm Bank“), wurde von einem Gericht in Istanbul zu 45.376 Jahren Haft verurteilt. Der Grund: Aydın hatte hohe Geldsummen von türkischen und ausländischen Investoren veruntreut. Insgesamt seien 350.000 Investoren aus der Türkei und weitere 150.000 aus dem Ausland betroffen – diverse Quellen sprechen von unterschiedlichen Zahlen. Nachdem die türkischen Behörden 2018 auf den Scam aufmerksam geworden waren und das Spiel hatten abschalten lassen, hatten sie die Vermögenswerte des Unternehmens beschlagnahmt und einige Führungskräfte verhaftet. Aydın war damals nach Uruguay geflüchtet.

Im Jahr 2021 stellte sich das „Ponzi-Scheme-Mastermind“ der türkischen Botschaft in São Paulo (Brasilien) und beteuerte seine Unschuld. Laut Daily Sabah hätten ihm die Behörden daran gehindert, die Opfer zu entschädigen – weil sie sein Vermögen beschlagnahmt hatten. Er sagt: „Ich hatte nicht die Absicht, jemanden zu betrügen (…) Ich habe keine falschen Angaben gegenüber den Klägern gemacht. Ich beantrage einen Freispruch.“ Auch wenn er und sein ebenfalls angeklagter Bruder Fatih Aydın behaupteten, nicht in das System involviert gewesen zu sein, ließ das Gericht nicht locker. Anfang Februar wurde das Urteil gefällt. Laut Schätzungen sollen die Betreiber des Spiels mindestens 1,1 Milliarden Türkische Lira (circa 131 Millionen US-Dollar) mit ihrem Betrugssystem verdient haben.

Nicht der einzige Scam – Urteil sollte Warnsignal für Investoren sein

Çiftlik Bank soll vom beliebten Browsergame Farmville inspiriert worden sein. Ziel des Spiels: Nutzern ermöglichen, durch ein Investment in virtuelle Nutztiere und Felderträge eine reale Rendite aus landwirtschaftlichen Vermögenswerten in der Türkei zu erwirtschaften. In Wahrheit steckte allerdings ein Ponzi-System (auch Schneeballsystem) dahinter. In Deutschland gibt es ebenfalls viele Anleger, die mit Schneeballsystemen versuchen, das große Geld zu machen. Dahinter steckt aber in ausnahmslos allen Fällen eine Betrugsmasche, von der nur die Personen an der Spitze profitieren. Der Begriff Multi-Level-Marketing (kurz: MLM) ist in diesem Zusammenhang ebenfalls bekannt.

Für Anleger und Investoren sollte das Urteil ein Warnsignal sein, nicht jedem Angebot Vertrauen zu schenken. Wenn eine Geldanlage allzu leicht schnelles Geld verspricht, handelt es sich in der Regel um Betrug. Auch auf dem Krypto-Markt gibt es etliche schwarze Schafe, die mit Scams versuchen, gutgläubige Anleger übers Ohr zu hauen. Vor wenigen Jahren sorgte beispielsweise die selbsternannte „Krypto-Queen“ Ruja Ignatova für internationales Aufsehen. Mit ihrer vermeintlichen Kryptowährung OneCoin, hinter der in Wahrheit ebenfalls ein Ponzi-System steckte, täuschte sie Millionen von Investoren. Seit 2017 ist die Betrügerin verschwunden – und mit ihr mehrere Milliarden US-Dollar.

Zuletzt aktualisiert am 13. Februar 2025

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